coward23: Meinungen
Twitter nervt: Blowin’ in the wind …

25. Juni 2009 18:37

Twitter funktioniert nach dem Prinzip “Ich zwitschere einfach mal etwas, das mir gerade in den Sinn kommt, und vielleicht liest das dann jemand”. Damit ist auch schon mein Problem benannt.

Etwas Oberflächlicheres und Kurzlebigeres als ein Tweet gibt es wohl kaum. Kaum ist er publiziert, schon ist er alter Hafenkäse, der von haufenweise anderen Tweets in den Hintergrund und in die Vergessenheit gedrängt wird.
Es wird von vielen Teilnehmern viel zu viel gezwitschert und schon bei wenigen Leuten, denen man folgt, wird es extrem schwierig, die Spreu vom Weizen zu trennen.
Man kann einfach nicht alles lesen, was die Leute so von sich geben. Ausser man verbringt den ganzen Tag damit, was aber sicher niemand wollen kann.
Ich finde es äusserst schwierig, auf die Schnelle zu erkennen, ob ein Beitrag nur wieder ein verbaler Nieser einer Person ist, oder ob darin allenfalls eine mich interessierende Information enthalten bzw. vergraben ist.
Häufig muss ich erst einem Link folgen um zu erkennen, dass es sich um ein Bild von absolut unterirdischem Interessantheitsgrad handelt, oder ob ich auf einen wirklich interessanten Beitrag, auf den ich sonst nie gestossen wäre, gelenkt werde, den zu lesen mich wahrscheinlich eine Viertelstunde kosten wird.
Da sind mir die Tweets mit sofort erkennbarem Nullwert fast am liebsten, denn dann kann ich sofort zum nächsten weiter gehen.

Jeden Morgen, nachdem ich Twitter gestartet habe, muss ich zuerst so lange nach unten scrollen bis ich meinen letzten Tweet vom Vortag sehe. Dann geht es schrittweise nach oben, denn ich will ja alles sehen, was in der Zwischenzeit gezwitschert worden ist. Es könnte ja immerhin sein, dass jemand seine Meinung zu einem meiner Beiträge abgegeben hat, und das wäre ja vielleicht etwas Lesenswertes.
Dieses Prozedere ist aber normalerweise so sinnlos wie zwanghaft, denn es ist nach meiner Erfahrung fast immer so, dass die Leute nur noch über ihren kranken Kanarienvogel, die Lufttemperatur in ihrem Badezimmer, das bereits zur Geschichte gehörende Fernsehprogramm oder dann die Zusammensetzung ihres Schlummertrunkes geschrieben haben. Und darauf könnte ich gut und gerne verzichten. Nur tue ich das, was eigentlich vernünftig wäre, in den seltensten Fällen.

Man könnte natürlich fragen, was denn Twitter dafür kann, wenn ich nicht vernünftig damit umgehen kann. Meine Gegenfrage würde dann lauten: Kann überhaupt jemand vernünftig mit Twitter umgehen?

Twitter nervt: Diskussionen

19. Juni 2009 21:36

Abgesehen davon, dass twitter offensichtlich nicht dafür ausgelegt wurde, ergeben sich immer wieder Situationen, bei denen sich zwischen Personen etwas ähnliches abspielt.
Als follower kann ich zwar alle Beiträge einer Person, die mit jemand anderem diskutiert, problemlos lesen, aber das ist dann nur die eine Hälfte der Diskussion.
Was dazu führt, dass ich mir aus dem Gelesenen kaum einen Reim machen kann.
Es sei denn, ich würde mich dem Gegenpart der Diskussion (den ich in der Regel nicht kenne und an dem ich möglicherweise nicht interessiert bin) ebenfalls als follower an die Fersen heften.
Dass das Konzept von twitter Diskussionen nicht kennt, sieht man schon daran, dass man sich bei einer reply überhaupt nicht darauf verlassen kann, dass der Empfänger der Antwort weiss, auf welches seiner tweets sich diese bezieht. Es gibt ja keinen Betreff (subject), der die Situation klärt.
Es bleibt also nichts anderes übrig, als genügend identifizierende Merkmale (und das bei maximal 140 Zeichen!) in die reply einzufügen. Das Unschönste an der Sache ist aber die Tatsache, dass zwischen zwei zusammengehörenden tweets (also z.B. Frage und Antwort) möglicherweise Dutzende andere tweets angezeigt werden.
Das lässt - wenigstens bei mir - keine echte Freude aufkommen.

Bloggen auf die einfachste Art

18. Juni 2009 21:53

Ich hätte mir nicht träumen lassen, dass ich so schnell zu einem Blog kommen könnte.
Nun, mit tumblr.com ist es möglich, ohne tagelang zu konfigurieren einen Blog zu erzeugen. Klar, einen Schönheitspreis werde ich damit sicher nicht gewinnen, aber das ist auch nicht mein Ziel.
Mein Ziel ist viel eher, meine Tweets (ja, ich spreche von Twitter) ohne grossen Aufwand beliebig zu erweitern. Ich habe mal gesagt, dass ich mit 140 Zeichen nicht einmal den unbedeutendsten Furz hinreichend präzise beschreiben könnte.
Mit tumblr.com werde das jetzt aber können. Und dazu noch gratis. Ich zerbreche mir jetzt sicher nicht den Kopf darüber, wie diese Firma Geld verdient.
Dann warte ich jetzt mal ab, wie ich das Ding nutzen kann. Ich warte einfach geduldig bis ich eine Idee habe …